Seminar

Pädagogik im Nationalsozialismus (Politische Bildung für pädagogische Fachkräfte)

In diesem Seminar können sich pädagogische Fachkräfte unter Anleitung mit unterschiedlichen Aspekten der nationalsozialistischen Pädagogik auseinandersetzen. Das Angebot beinhaltet einen Rundgang durch die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors.

Schwerpunkte

  • Nationalsozialistische Pädagogik
  • Autoritäre Erziehung
  • Rundgang durch Topographie des Terrors

Beschreibung

Die Jugend wurde im Nationalsozialismus zum Idealbild, Hitlerjungen in Reih und Glied bestimmen unsere Vorstellung von der gleichgeschalteten Kindheit. Doch wie gestaltete sich die Erziehung bis zum Schulalter? Welche Repressionen drohten unangepasst lebenden Jugendlichen?

Das Seminar setzt sich in Arbeitsgruppen mithilfe historischer Quellen mit unterschiedlichen Aspekten der nationalsozialistischen Pädagogik auseinander. Diese Pädagogik setzte bereits bei der Partnerwahl der Eltern an und beeinflusste die Säuglingserziehung sowie die Ausbildung der Erzieherinnen. Des Weiteren wird die Vorbeugung und Bestrafung abweichenden Verhaltens von Kindern und Jugendlichen nachvollzogen. Hier werden die Überwachung der Jugendlichen durch das Jugendamt über die Einstufung als „unerziehbar“ durch die Weibliche Kriminalpolizei bis zur Deportation in die „Jugendschutzlager“ thematisiert.

Abschließend stellt sich die Frage, ob die „Erziehung nach Auschwitz“ wirklich vollendet ist oder ob Elemente der autoritären Erziehung bis heute fortwirken. Das Seminar beinhaltet einen Rundgang durch die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors.

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Politische Bildung für pädagogische Fachkräfte“, die in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung angeboten wird. Die halbtägigen Fortbildungen zu den Themen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassismuskritik, Verschwörungstheorien und Nationalsozialismus sind speziell auf sozialpädagogische Fach- und Führungskräfte zugeschnitten. Die Angebote sind einzeln buchbar und kostenlos.

Dozent: Kai Müller, Historiker und pädagogischer Mitarbeiter des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors. Er ist zudem in der außerschulischen politischen Bildung aktiv.


  • Zielgruppen
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Sozialarbeiter:innen
  • Sozialpädagog:innen
  • Pädagogische Fachkräfte

Mitglieder des Paritätischen LV Berlin werden bei der Anmeldung bevorzugt

  • Sozialarbeiter:innen
  • Sozialpädagog:innen
  • Pädagogische Fachkräfte

Mitglieder des Paritätischen LV Berlin werden bei der Anmeldung bevorzugt

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