Beschreibung
Was bedeutet es, Nähe und Partnerschaft zu suchen und welche Chancen und Risiken entstehen dabei im digitalen Raum?
Der Spielfilm PARTNERHERZ des Unionhilfswerks erzählt die Geschichte von Lena, die auf einer Dating-Plattform nach Nähe sucht und dabei in die Fänge eines Love-Scammers gerät. Was hoffnungsvoll beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte über Sehnsucht, Vertrauen und Manipulation.
Der rund 50-minütige Film greift damit ein hochaktuelles Thema auf, das eng mit Fragen nach sozialer Teilhabe, Beziehung und Selbstbestimmung verbunden ist. Über die Filmhandlung hinaus bietet der Abend Anlass, diese Fragen auch mit Blick auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu diskutieren. Die Ergebnisse des Einsamkeitsbarometers 2026, das erstmals die Situation von Menschen mit Behinderungen untersucht, zeigen eine deutlich höhere Einsamkeitsbelastung gegenüber Menschen ohne Behinderungen. Besonders eindrücklich ist der Zusammenhang mit Partnerschaft: 42,3 Prozent der Menschen mit Behinderungen ohne Partner*in berichten von häufigen Einsamkeitsgefühlen; bei Menschen mit Partner*in sind es 20,9 Prozent.
Der inklusive Charakter von PARTNERHERZ liegt in seiner Entstehung: Menschen mit und ohne Behinderung haben gemeinsam an der Filmproduktion mitgewirkt. Die Geschichte selbst thematisiert weder Behinderung noch Inklusion; die Figuren und Rollen sind bewusst unabhängig von möglichen Beeinträchtigungen der Darstellerinnen angelegt. Damit eröffnet der Abend eine zweite Perspektive: Wie kann inklusive Kultur- und Medienarbeit aussehen, wenn Menschen mit Behinderungen nicht lediglich Gegenstand medialer Darstellung sind, sondern selbst als Schauspielerinnen und Filmschaffende sichtbar werden und künstlerisch mitgestalten?
Was erwartet Sie?
Nach der Vorführung von PARTNERHERZ laden wir zum gemeinsamen Gespräch mit Beteiligten des Films ein. Die beiden Hauptdarsteller*innen sowie Peter Jürgensmeier, Regisseur und Projektleiter des inklusiven Filmschaffens beim Unionhilfswerk, sind an diesem Abend zu Gast.
Gemeinsam möchten wir über die Geschichte von PARTNERHERZ, über Einsamkeit und den Wunsch nach Nähe, Partnersuche im digitalen Raum, Love-Scamming, Selbstbestimmung und Schutz sprechen. Zugleich geht es um die Entstehung des Films und die Praxis inklusiven Filmschaffens: Wie funktioniert inklusive Filmproduktion konkret? Wer entwickelt Geschichten und Rollen? Welche Erfahrungen machen Schauspieler*innen mit und ohne Behinderung vor der Kamera? Und was bedeutet Teilhabe, wenn Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Geschichten auf die Leinwand bringen?
Peter Jürgensmeier verbindet Erfahrungen aus Sozialer Arbeit und Medienpädagogik mit langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor und Regisseur. Seit 2012 arbeitet er beim Unionhilfswerk und hat dort mehrere inklusive Filmproduktionen realisiert, darunter Der Weg ins Glück, Die Schule der Engel, Der Mut zur Hoffnung, Die Konferenz des Kommissars und zuletzt PARTNERHERZ.
Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und Lehrende der HSAP und der Paritätischen Akademie, Fachkräfte aus Sozialer Arbeit, Heilpädagogik, Eingliederungshilfe und inklusiver Praxis sowie alle weiteren Interessierten, die sich mit Einsamkeit und sozialer Teilhabe, digitalen Lebenswelten, Love-Scamming oder inklusiver Kultur- und Medienarbeit auseinandersetzen möchten.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Mitwirkende
Peter Jürgensmeier, Regisseur, Drehbuchautor, Sozialarbeiter und Projektleiter des inklusiven Filmschaffens beim Unionhilfswerk, sowie Darsteller*innen des Films.
Auf einen Blick
Format
Filmvorführung (ca. 50 Minuten) und anschließendes GesprächDauer
Dienstag, 6. Oktober 2026 von 18:00 - 20:00 Uhr (Informationen zum Ort am Ende der Seite)Anmeldung
Diskussionsveranstaltung: PARTNERHERZ – Nähe, Vertrauen und Teilhabe
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Tage & Uhrzeiten
- 6. Oktober 2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Ansprechpartner:in
- Stefanie Gallander
- Bildungsreferentin
- gallander@akademie.org