Maga­zin

Coa­ching für Stu­die­ren­de mit Herz und Ver­stand

Stu­di­um

Juni 2026

Coaching für Studierende mit Herz und Verstand

Interview mit Juliane Link

Wie schafft man es, Stu­di­um, Beruf und Pri­vat­le­ben unter einen Hut zu brin­gen? Was tun bei Über­for­de­rung, Selbst­zwei­feln oder Moti­va­ti­ons­lö­chern? Julia­ne Link bie­tet Coa­ching für die Stu­die­ren­de zu genau sol­chen Fra­gen an. Dabei kann es um per­sön­li­che Her­aus­for­de­run­gen oder beruf­li­che Ent­schei­dun­gen gehen. Im Stu­di­um Sozi­al­ma­nage­ment (M. A.) ist das Coa­ching ein fes­ter Bestand­teil des Pro­gramms. Auch in den Bache­lor-Stu­di­en­gän­gen Sozia­le Arbeit und Heil­päd­ago­gik gibt es regel­mä­ßi­ge Super­vi­si­ons­an­ge­bo­te von ihr. In die­sem Inter­view stellt Julia­ne Link sich näher vor.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf als Coach gekom­men? 

Auf mei­ner ers­ten Stel­le war ich Refe­ren­tin für eine Katho­li­sche Stu­die­ren­den­ge­mein­de. Dort habe ich Ver­an­stal­tun­gen orga­ni­siert und Medi­ta­ti­ons­kur­se gege­ben, vor allem aber war ich als Seel­sor­ge­rin für Stu­die­ren­de da, die gera­de eine Kri­se durch­leb­ten. Außer­dem war ich Ansprech­part­ne­rin für Stu­die­ren­de, die sich für spi­ri­tu­el­le The­men inter­es­sier­ten und dazu Fra­gen hat­ten. In den Gesprä­chen habe ich dann schnell gemerkt, dass die meis­ten aber noch mit ganz ande­ren Din­ge beschäf­tigt waren. Oft ging es um über­for­dern­de Situa­tio­nen im Stu­di­en­all­tag und die vie­len Ent­schei­dun­gen, die in die­ser Lebens­pha­se anste­hen. So kam ich auf die Idee, mich als Coach aus­bil­den zu las­sen. 

Was ist Ihre Moti­va­ti­on, Stu­die­ren­de als Coach zu beglei­ten?

Vie­le erle­ben wäh­rend des Stu­di­ums einen rasan­ten per­sön­li­chen Ent­wick­lungs­pro­zess. Das Stu­di­um erwei­tert ihren Hori­zont und ver­än­dert ihre Per­spek­ti­ve auf die Din­ge. Sol­che Pro­zes­se zu beglei­ten, bedeu­tet häu­fig auch Bio­gra­phie­ar­beit und das ist eine sehr schö­ne Auf­ga­be. Stu­die­ren­de sind tol­le Klient:innen. Sie sind meis­tens sehr offen und es fällt ihnen leicht, über kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge und Wech­sel­wir­kun­gen nach­zu­den­ken und Neu­es aus­zu­pro­bie­ren. Die­se Fähig­kei­ten brin­gen sie ins Coa­ching ein und das eröff­net mir vie­le Mög­lich­kei­ten für mei­ne Arbeit.   

Ich ver­su­che im Gespräch einen Raum zu eröff­nen, in dem nicht nur kogni­ti­ve Über­le­gun­gen ihren Platz haben, son­dern auch Gefüh­le und Kör­per­emp­fin­dun­gen. Man muss nicht immer nach ihnen han­deln, aber es lohnt sich, sie zu ver­ste­hen. 

Was möchten Sie den Studierenden weitergeben? Welche Ansätze und welche Haltung verfolgen Sie? 

Ich möch­te Stu­die­ren­de ermu­ti­gen, krea­tiv zu sein, wenn sie vor Her­aus­for­de­run­gen ste­hen. Das gilt für jeden ein­zel­nen Lebens­weg, aber auch für die glo­ba­le Kri­sen und Pro­ble­me, mit denen wir aktu­ell und in Zukunft zurecht­kom­men müs­sen. 

Außer­dem arbei­te ich viel mit Ansät­zen aus dem Embo­di­ment, bei denen die Syn­chro­ni­sa­ti­on von Herz und Ver­stand wich­tig ist. Wenn wir kein gutes Bauch­ge­fühl haben, bringt es auf Dau­er nichts, die Zäh­ne zusam­men­zu­bei­ßen. Ich ver­su­che im Gespräch einen Raum zu eröff­nen, in dem nicht nur kogni­ti­ve Über­le­gun­gen ihren Platz haben, son­dern auch Gefüh­le und Kör­per­emp­fin­dun­gen. Man muss nicht immer nach ihnen han­deln, aber es lohnt sich, sie zu ver­ste­hen. 

Was macht Ihnen in Ihrer Coa­ching-Tätig­keit an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin beson­ders Freu­de?  

An der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie habe ich mit sehr sym­pa­thi­schen Stu­die­ren­den zu tun, die sozi­al und emo­tio­nal kom­pe­tent sind und eine hohe Moti­va­ti­on mit­brin­gen. Fast alle haben schon Super­vi­si­ons- oder Coa­chin­g­er­fah­rung und kön­nen sich gut reflek­tie­ren.  

Die Coa­chings fin­den in klei­nen Grup­pen statt, in denen sich die Stu­die­ren­den mit viel Empa­thie gegen­sei­tig unter­stüt­zen und Mut machen. Das mit­er­le­ben und mit­ge­stal­ten zu kön­nen macht mir gro­ße Freu­de. 

Vie­len Dank für das Inter­view, Julia­ne Link!

Das Coa­ching ist fes­ter Bestand­teil des Mas­ter­stu­di­ums Sozi­al­ma­nage­ment und kann Stu­die­ren­de in fol­gen­den Berei­chen unter­stüt­zen: 

  • beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung  
  • Rol­len­klä­rung zwi­schen Job und Stu­di­um  
  • Füh­rungs­kom­pe­tenz, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Selbst­ma­nage­ment  
  • Umgang mit Per­fek­tio­nis­mus oder inne­rem Druck 

In ers­ter Linie geht es in die­sem Stu­di­en­gang um die Ver­mitt­lung von Wis­sen über Betriebs­wirt­schaft und Manage­ment für den sozia­len Bereich. Aber auch gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen spie­len eine Rol­le. Die Stu­die­ren­den sind bereits berufs­tä­tig und beschäf­ti­gen sich daher mit der über­ge­ord­ne­ten Fra­ge: Wie kann eine sozia­le Orga­ni­sa­ti­on nach­hal­tig, zukunfts­si­cher und ver­ant­wor­tungs­be­wusst gelei­tet wer­den? 


Erfah­ren Sie hier mehr über den Stu­di­en­gang Sozi­al­ma­nage­ment (Mas­ter of Arts), den wir in Koope­ra­ti­on mit der Ali­ce Salo­mon Hoch­schu­le Ber­lin anbie­ten.  


Auch in unse­ren berufs­be­glei­ten­den Bache­lor­stu­di­en­gän­gen Sozia­le Arbeit und Heil­päd­ago­gik gibt es Super­vi­si­on als regel­mä­ßi­ges Ange­bot für Stu­die­ren­de. Die­se Stu­di­en­gän­ge wer­den in Koope­ra­ti­on mit der Hoch­schu­le für Sozia­le Arbeit und Päd­ago­gik Ber­lin ange­bo­ten.

Sie kön­nen sich jetzt bis zum 30. Juni 2026 für den Stu­di­en­start der Stu­di­en­gän­ge im Okto­ber 2026 bewer­ben!

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Redak­ti­on: Julia Mann (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Titel­bild: Julia­ne Link (Foto: Jörg Farys, Gra­fik: Julia Mann)