Maga­zin

Coa­ching für Stu­die­ren­de mit Herz und Ver­stand

Stu­di­um

Juni 2026

Coaching für Studierende mit Herz und Verstand

Interview mit Juliane Link

Wie schafft man es, Stu­di­um, Beruf und Pri­vat­le­ben unter einen Hut zu brin­gen? Was tun bei Über­for­de­rung, Selbst­zwei­feln oder Moti­va­ti­ons­lö­chern? Julia­ne Link bie­tet Coa­ching für die Stu­die­ren­de zu genau sol­chen Fra­gen an. Dabei kann es um per­sön­li­che Her­aus­for­de­run­gen oder beruf­li­che Ent­schei­dun­gen gehen. Im Stu­di­um Sozi­al­ma­nage­ment (M. A.) ist das Coa­ching ein fes­ter Bestand­teil des Pro­gramms. Auch in den Bache­lor-Stu­di­en­gän­gen Sozia­le Arbeit und Heil­päd­ago­gik gibt es regel­mä­ßi­ge Super­vi­si­ons­an­ge­bo­te von ihr. In die­sem Inter­view stellt Julia­ne Link sich näher vor.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf als Coach gekom­men? 

Auf mei­ner ers­ten Stel­le war ich Refe­ren­tin für eine Katho­li­sche Stu­die­ren­den­ge­mein­de. Dort habe ich Ver­an­stal­tun­gen orga­ni­siert und Medi­ta­ti­ons­kur­se gege­ben, vor allem aber war ich als Seel­sor­ge­rin für Stu­die­ren­de da, die gera­de eine Kri­se durch­leb­ten. Außer­dem war ich Ansprech­part­ne­rin für Stu­die­ren­de, die sich für spi­ri­tu­el­le The­men inter­es­sier­ten und dazu Fra­gen hat­ten. In den Gesprä­chen habe ich dann schnell gemerkt, dass die meis­ten aber noch mit ganz ande­ren Din­ge beschäf­tigt waren. Oft ging es um über­for­dern­de Situa­tio­nen im Stu­di­en­all­tag und die vie­len Ent­schei­dun­gen, die in die­ser Lebens­pha­se anste­hen. So kam ich auf die Idee, mich als Coach aus­bil­den zu las­sen. 

Was ist Ihre Moti­va­ti­on, Stu­die­ren­de als Coach zu beglei­ten?

Vie­le erle­ben wäh­rend des Stu­di­ums einen rasan­ten per­sön­li­chen Ent­wick­lungs­pro­zess. Das Stu­di­um erwei­tert ihren Hori­zont und ver­än­dert ihre Per­spek­ti­ve auf die Din­ge. Sol­che Pro­zes­se zu beglei­ten, bedeu­tet häu­fig auch Bio­gra­phie­ar­beit und das ist eine sehr schö­ne Auf­ga­be. Stu­die­ren­de sind tol­le Klient:innen. Sie sind meis­tens sehr offen und es fällt ihnen leicht, über kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge und Wech­sel­wir­kun­gen nach­zu­den­ken und Neu­es aus­zu­pro­bie­ren. Die­se Fähig­kei­ten brin­gen sie ins Coa­ching ein und das eröff­net mir vie­le Mög­lich­kei­ten für mei­ne Arbeit.   

Ich ver­su­che im Gespräch einen Raum zu eröff­nen, in dem nicht nur kogni­ti­ve Über­le­gun­gen ihren Platz haben, son­dern auch Gefüh­le und Kör­per­emp­fin­dun­gen. Man muss nicht immer nach ihnen han­deln, aber es lohnt sich, sie zu ver­ste­hen. 

Was möchten Sie den Studierenden weitergeben? Welche Ansätze und welche Haltung verfolgen Sie? 

Ich möch­te Stu­die­ren­de ermu­ti­gen, krea­tiv zu sein, wenn sie vor Her­aus­for­de­run­gen ste­hen. Das gilt für jeden ein­zel­nen Lebens­weg, aber auch für die glo­ba­le Kri­sen und Pro­ble­me, mit denen wir aktu­ell und in Zukunft zurecht­kom­men müs­sen. 

Außer­dem arbei­te ich viel mit Ansät­zen aus dem Embo­di­ment, bei denen die Syn­chro­ni­sa­ti­on von Herz und Ver­stand wich­tig ist. Wenn wir kein gutes Bauch­ge­fühl haben, bringt es auf Dau­er nichts, die Zäh­ne zusam­men­zu­bei­ßen. Ich ver­su­che im Gespräch einen Raum zu eröff­nen, in dem nicht nur kogni­ti­ve Über­le­gun­gen ihren Platz haben, son­dern auch Gefüh­le und Kör­per­emp­fin­dun­gen. Man muss nicht immer nach ihnen han­deln, aber es lohnt sich, sie zu ver­ste­hen. 

Was macht Ihnen in Ihrer Coa­ching-Tätig­keit an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin beson­ders Freu­de?  

An der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie habe ich mit sehr sym­pa­thi­schen Stu­die­ren­den zu tun, die sozi­al und emo­tio­nal kom­pe­tent sind und eine hohe Moti­va­ti­on mit­brin­gen. Fast alle haben schon Super­vi­si­ons- oder Coa­chin­g­er­fah­rung und kön­nen sich gut reflek­tie­ren.  

Die Coa­chings fin­den in klei­nen Grup­pen statt, in denen sich die Stu­die­ren­den mit viel Empa­thie gegen­sei­tig unter­stüt­zen und Mut machen. Das mit­er­le­ben und mit­ge­stal­ten zu kön­nen macht mir gro­ße Freu­de. 

Vie­len Dank für das Inter­view, Julia­ne Link!

Das Coa­ching ist fes­ter Bestand­teil des Mas­ter­stu­di­ums Sozi­al­ma­nage­ment und kann Stu­die­ren­de in fol­gen­den Berei­chen unter­stüt­zen: 

  • beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung  
  • Rol­len­klä­rung zwi­schen Job und Stu­di­um  
  • Füh­rungs­kom­pe­tenz, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Selbst­ma­nage­ment  
  • Umgang mit Per­fek­tio­nis­mus oder inne­rem Druck 

In ers­ter Linie geht es in die­sem Stu­di­en­gang um die Ver­mitt­lung von Wis­sen über Betriebs­wirt­schaft und Manage­ment für den sozia­len Bereich. Aber auch gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen spie­len eine Rol­le. Die Stu­die­ren­den sind bereits berufs­tä­tig und beschäf­ti­gen sich daher mit der über­ge­ord­ne­ten Fra­ge: Wie kann eine sozia­le Orga­ni­sa­ti­on nach­hal­tig, zukunfts­si­cher und ver­ant­wor­tungs­be­wusst gelei­tet wer­den? 

Erfah­ren Sie hier mehr über den Stu­di­en­gang Sozi­al­ma­nage­ment (Mas­ter of Arts), den wir in Koope­ra­ti­on mit der Ali­ce Salo­mon Hoch­schu­le Ber­lin anbie­ten.  

Auch in unse­ren berufs­be­glei­ten­den Bache­lor­stu­di­en­gän­gen Sozia­le Arbeit und Heil­päd­ago­gik gibt es Super­vi­si­on als regel­mä­ßi­ges Ange­bot für Stu­die­ren­de. Die­se Stu­di­en­gän­ge wer­den in Koope­ra­ti­on mit der Hoch­schu­le für Sozia­le Arbeit und Päd­ago­gik Ber­lin ange­bo­ten.

Sie kön­nen sich jetzt bis zum 30. Juni 2026 für den Stu­di­en­start der Stu­di­en­gän­ge im Okto­ber 2026 bewer­ben!

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Redak­ti­on: Julia Mann (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Titel­bild: Julia­ne Link (Foto: Jörg Farys, Gra­fik: Julia Mann)

Maga­zin

Was bedeu­tet sozia­le Ungleich­heit, Dr. Vera San­tos?

April 2026

Was bedeutet soziale Ungleichheit, Dr. Vera Santos?

Im Inter­view mit unse­rer Dozen­tin Dr. Rocío Vera San­tos

Frau Dr. Vera San­tos, Sie leh­ren sowohl in den Bache­lor­stu­di­en­gän­gen Sozia­le Arbeit und Heil­päd­ago­gik als auch im Mas­ter­stu­di­en­gang Sozi­al­ma­nage­ment. Wor­um geht es in Ihrem Fach­ge­biet?

Mein Fach­ge­biet ist die Sozio­lo­gie mit dem Schwer­punkt Sozia­le Ungleich­heit, Ras­sis­mus, Gen­der- und Eth­ni­ci­ty Stu­dies.

Was bedeu­tet sozia­le Ungleich­heit? 

Sozia­le Ungleich­heit ist ein mul­ti­di­men­sio­na­les und struk­tu­rel­les Phä­no­men. Sie bezeich­net die Dis­pa­ri­tä­ten zwi­schen sozia­len Grup­pen, die durch eine hier­ar­chi­sche Ord­nung beim Zugang zu Res­sour­cen ent­ste­hen. Die­se gehen über das Öko­no­mi­sche hin­aus und umfas­sen auch poli­ti­sche, sozio­kul­tu­rel­le und öko­lo­gi­sche Dimen­sio­nen.

Womit beschäf­ti­gen Sie sich genau?

Ich unter­su­che sozia­le Ungleich­heit als his­to­ri­sches Ergeb­nis von Kolo­nia­lis­mus, Ver­skla­vung und dem trans­at­lan­ti­schen Skla­ven­han­del sowie als Fol­ge bis heu­te fort­be­stehen­der und trans­na­tio­nal ver­floch­te­ner Macht­ver­hält­nis­se, Macht­struk­tu­ren und Mecha­nis­men des Aus­schlus­ses (z. B. sozia­le Stra­ti­fi­ka­tio­nen, Dis­kur­se und recht­li­che Rah­men­beding­ungen). Dar­über hin­aus beschäf­ti­ge ich mich mit For­men des Wider­stands, Pro­zes­sen der Iden­ti­täts­stär­kung sowie mit Fra­gen der Repa­ra­ti­on und der Aner­ken­nung afri­ka­ni­scher und indi­ge­ner Wis­sens­for­men.

Wie sind Sie zu die­sem Gebiet gekom­men und was genau inter­es­siert Sie?

Ich bin wäh­rend mei­ner Pro­mo­ti­on und mei­nes Post­docs am Latein­ame­ri­ka-Insti­tut zu die­sem The­men­feld gekom­men, als ich begann, mich inten­si­ver mit Fra­gen sozia­ler Ungleich­heit, Kolo­ni­al­ge­schich­te und Ras­sis­mus in Latein­ame­ri­ka zu beschäf­ti­gen. Auf der Mikroebe­ne habe ich ins­be­son­de­re die Kon­struk­ti­on von Afro-Bezir­ken in urba­nen Kon­tex­ten unter­sucht, wobei ich die Rol­le von Frau­en, Reli­gi­on, tra­di­tio­nel­les Wis­sen, Eth­no­bil­dung und Gemein­we­sen­ar­beit beson­ders berück­sich­tigt habe. 

Spä­ter habe ich mei­ne For­schung auf struk­tu­rel­len Ras­sis­mus und insti­tu­tio­nel­le Dis­kri­mi­nie­rung in Bildungs‑, Jus­tiz- und Gesund­heits­be­rei­chen aus­ge­rich­tet. Der­zeit unter­su­che ich die Zusam­men­hän­ge zwi­schen Umwelt-Ras­sis­mus, ras­sis­ti­schem Kapi­ta­lis­mus und den glo­ba­len Ver­flech­tun­gen. 

Mein Anspruch ist es,

Stu­die­ren­de dazu zu befä­hi­gen, sozia­le Gerech­tig­keit, Teil­ha­be und inklu­si­ve Unter­stüt­zungs­sys­te­me sowohl ana­ly­tisch zu ver­ste­hen als auch in pro­fes­sio­nel­len Hand­lungs­fel­dern umzu­set­zen.

Dr. Rocío Vera San­tos

War­um ist es wich­tig, die­ses Feld in der Sozia­len Arbeit zu leh­ren? 

Wie Sie wis­sen, weist das Stu­di­um der Sozia­len Arbeit eine aus­ge­präg­te pra­xis­ori­en­tier­te Dimen­si­on auf. Ich habe in Ber­lin vie­le Jah­re in sozia­len Orga­ni­sa­tio­nen gear­bei­tet, die Migrant*innen, Geflüch­te­te, Frau­en und – in letz­ter Zeit – auch Men­schen mit kör­per­li­chen oder kogni­ti­ven Behin­de­run­gen unter­stüt­zen.

Ich ver­su­che in mei­nen Lehr­ver­an­stal­tun­gen, Stu­die­ren­de an die Lebens­rea­li­tä­ten die­ser vul­ner­ablen Grup­pen her­an­zu­füh­ren. Dabei wen­de ich sozio­lo­gi­sche Theo­rien an, um sozia­le Phä­no­me­ne bes­ser ver­ständ­lich zu machen und zugleich für deren gesell­schaft­li­che Bedeu­tung zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Wie kann man sich den Unter­richt bei Ihnen vor­stel­len?

In mei­ner Lehr­tä­tig­keit arbei­te ich inter­dis­zi­pli­när. Ich unter­rich­te Semi­na­re in den Berei­chen Sozi­al­wirt­schaft, Sozi­al­ma­nage­ment, Sozio­lo­gie und For­schungs­me­tho­den, hal­te Vor­le­sun­gen zum sozia­len Wan­del im inter­na­tio­na­len Ver­gleich und bie­te Wahl­mo­du­le zu Gen­der und Diver­si­tät an.

Ein zen­tra­ler Schwer­punkt mei­ner Leh­re liegt auf den The­men Migra­ti­on, Flucht, sozia­le Ungleich­heit, Inter­sek­tio­na­li­tät, Gewalt, Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus sowie auf Fra­gen des Zusam­men­le­bens, der Kon­vi­via­li­tät und des Empowerm­ents von Min­der­hei­ten. 

Ziel mei­ner Leh­re ist es, Stu­die­ren­de für die kom­ple­xen Lebens­la­gen von Men­schen in pre­kä­ren sozia­len Situa­tio­nen zu sen­si­bi­li­sie­ren und ihnen fun­dier­te Kennt­nis­se über die struk­tu­rel­len Bedin­gun­gen sozia­ler Ungleich­hei­ten zu ver­mit­teln. Dazu gehö­ren auch die Wech­sel­wir­kun­gen mit lokal-glo­ba­len Macht­ver­hält­nis­sen, Rechts­ord­nun­gen und orga­ni­sa­tio­na­len Prak­ti­ken zu ver­mit­teln.

Dabei lege ich beson­de­ren Wert dar­auf, zen­tra­le sozi­al­wis­sen­schaft­li­che Kon­zep­te theo­rie­ge­lei­tet und zugleich pra­xis­nah zu ver­mit­teln. Mein Anspruch ist es, Stu­die­ren­de dazu zu befä­hi­gen, sozia­le Gerech­tig­keit, Teil­ha­be und inklu­si­ve Unter­stüt­zungs­sys­te­me sowohl ana­ly­tisch zu ver­ste­hen als auch in pro­fes­sio­nel­len Hand­lungs­fel­dern umzu­set­zen.

Was möch­ten Sie den Stu­die­ren­den wei­ter­ge­ben? Wel­chen Ansatz ver­fol­gen Sie?

In mei­ner Leh­re arbei­te ich vor allem mit post­ko­lo­nia­len und deko­lo­nia­len Ansät­zen sowie mit Per­spek­ti­ven des Black Femi­nism. Ich ermu­ti­ge die Stu­die­ren­den, eine reflek­tier­te, ana­ly­ti­sche und zugleich femi­nis­ti­sche, anti­ras­sis­ti­sche und anti­dis­kri­mi­nie­ren­de Hal­tungzu ent­wi­ckeln. Über den Tel­ler­rand hin­aus­zu­bli­cken heißt, Autor*innen aus dem Glo­ba­len Süden zu lesen und damit neue Per­spek­ti­ven ken­nen­zu­ler­nen.

Ich lege außer­dem gro­ßen Wert auf Inklu­si­on und den Respekt vor Viel­falt sowie auf die För­de­rung sozia­ler Pro­jek­te, die die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se vul­nerabler Men­schen berück­sich­ti­gen. Auch unter dem Gesichts­punkt der Inter­sek­tio­na­li­tät.

Wor­auf freu­en Sie sich beson­ders in Ihrer Lehr­tä­tig­keit an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin?

Ich freue mich beson­ders auf die Stu­die­ren­den, da die Mehr­heit über umfang­rei­che Berufs­er­fah­rung und prak­ti­sches Wis­sen im Bereich der Sozia­len Arbeit oder der Päd­ago­gik ver­fügt. Vie­le von ihnen haben Füh­rungs­po­si­tio­nen inne und arbei­ten in öffent­li­chen oder pri­va­ten sozia­len Ein­rich­tun­gen. Eini­ge absol­vie­ren zudem ein Zweit­stu­di­um. Dadurch ist das Niveau und die Betei­li­gung in den Lehr­ver­an­stal­tun­gen sehr hoch, was unse­re Dis­kus­sio­nen sehr berei­chert.

Mei­ne Lehr­ver­an­stal­tun­gen gestal­te ich inklu­siv und lege gro­ßen Wert dar­auf, zu einer posi­ti­ven und respekt­vol­len Lernat­mo­sphä­re bei­zu­tra­gen. Mein Ziel ist es, dass die Stu­die­ren­den an jeder Sit­zung aktiv teil­neh­men. Ihre Mei­nun­gen, Kennt­nis­se und Erfah­run­gen sind mir sehr wich­tig. Die Sit­zun­gen sind eine Zeit des gemein­sa­men Ler­nens.

Die Atmo­sphä­re an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie ist sehr ange­nehm und för­der­lich für das Ler­nen. Wenn Lei­den­schaft für die Leh­re vor­han­den ist, fließt vie­les ganz von selbst – und genau das macht den Aus­tausch mit den Stu­die­ren­den so berei­chernd.

Zur Person:

Dr. Rocío Vera San­tos 

Asso­zi­ier­te Wis­sen­schaft­le­rin, Latein­ame­ri­ka-Insti­tut, Freie Uni­ver­si­tät Ber­lin

Schwer­punk­te:

  • Sozia­le Ungleich­hei­ten
  • Ras­sis­mus, Anti­ras­sis­mus
  • Dis­kri­mi­nie­rung
  • Migra­ti­on
  • Men­schen­rech­te
  • Gen­der and Diver­si­ty Stu­dies
  • Black Stu­dies

Dr. Vera San­tos ist Dozen­tin an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin in den Koope­ra­ti­ons­stu­di­en­gän­gen Sozia­le Arbeit (B.A) und Heil­päd­ago­gik (B.A.) mit der Hoch­schu­le für Sozia­le Arbeit und Päd­ago­gik HSAP und dem Koope­ra­ti­ons­stu­di­en­gang Sozi­al­ma­nage­ment (M.A.) mit der Ali­ce Salo­mon Hoch­schu­le Ber­lin.

Ihr Buch „Diná­mi­cas de la negri­tud y afri­ca­ni­dad. Con­s­truc­cio­nes de la afro­de­s­cen­den­cia en Ecua­dor“ wur­de 2016 mit dem Isa­bel Tobar Guar­de­ras-Preis aus­ge­zeich­net. Ihr zwei­tes Buch „Ent­re el Atlán­ti­co y el Pací­fi­co Negro. Afro­de­s­cen­den­cia y regí­me­nes de desi­gu­aldad en Suda­mé­ri­ca“ (mit Ser­gio Cos­ta und Manu­el Gón­go­ra) erhielt 2021 den LASA Ibe­ro­ame­ri­ca­no Book Award der Latin Ame­ri­can Stu­dies Asso­cia­ti­on.

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Redak­ti­on: Julia Mann (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Foto: Rocío Vera San­tos

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Neue Pro­fes­so­rin für Heil­päd­ago­gik – Prof. Dr. Mela­nie Knaup stellt sich vor

Febru­ar 2026

Neue Pro­fes­so­rin für Heil­päd­ago­gik

Prof. Dr. Mela­nie Knaup stellt sich vor!

Wer darf mit­re­den? Wer wird gehört? Wer gehört dazu? Für Prof. Dr. Mela­nie Knaup fängt Inklu­si­on bei Spra­che, Bil­dung und kul­tu­rel­ler Teil­ha­be an. Sie beschäf­tigt sich damit, was Teil­ha­be für Men­schen mit kogni­ti­ven Beein­träch­ti­gun­gen bedeu­tet und was Fach­kräf­te brau­chen, um die­se mög­lich zu machen. Seit 2026 hat sie eine Pro­fes­sur im Stu­di­en­gang Heil­päd­ago­gik an der Hoch­schu­le für Sozia­le Arbeit und Päd­ago­gik (HSAP), den die Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin gemein­sam mit ihr durch­führt, inne.

Frau Prof. Dr. Knaup, womit beschäf­ti­gen Sie sich und wie sind Sie dazu gekom­men? 

Mich hat früh beschäf­tigt, wie Men­schen Zugang zu Bil­dung, Spra­che und kul­tu­rel­len Räu­men erhal­ten und wel­che Bar­rie­ren gesell­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Teil­ha­be ver­hin­dern. Die Literatur‑, Kul­tur- und Medi­en­wis­sen­schaft hat dahin­ge­hend mein Den­ken in Bezug auf Fra­gen kul­tu­rel­ler Bil­dung, Teil­ha­be und wie Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen in Medi­en reprä­sen­tiert sind, geprägt. Als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin am Insti­tut für För­der­päd­ago­gik und Inklu­si­ve Bil­dung der Jus­tus-Lie­big-Uni­ver­si­tät Gie­ßen habe ich schwer­punkt­mä­ßig zur Teil­ha­be von Men­schen mit kogni­ti­ver Beein­träch­ti­gung geforscht. 

In mei­ner wis­sen­schaft­li­chen Arbeit und in der päd­ago­gi­schen Pra­xis wur­de deut­lich, dass Inklu­si­on nicht nur sozia­le, son­dern immer auch kul­tu­rel­le Teil­ha­be bedeu­tet. In mei­ner Pro­mo­ti­on unter­such­te ich, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen kul­tu­rel­le Bil­dung und Teil­ha­be für Men­schen mit kogni­ti­ven Beein­träch­ti­gun­gen ermög­licht wer­den kann und wie erfah­rungs­be­zo­ge­ne und bedeu­tungs­stif­ten­de Zugän­ge all­täg­li­che Lern­pro­zes­se unter­stüt­zen. 

Wor­um geht es in der Heil­päd­ago­gik nach Ihrem Ver­ständ­nis? 

Heil­päd­ago­gik beschäf­tigt sich mit der Unter­stüt­zung von Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen in allen Lebens­pha­sen. Ziel ist es, Selbst­be­stim­mung, Ent­wick­lung und gesell­schaft­li­che Teil­ha­be zu ermög­li­chen. Dazu gehört aus­drück­lich auch kul­tu­rel­le Teil­ha­be – also der Zugang zu Bil­dung, Spra­che, Kunst, Medi­en, Erin­ne­rungs­kul­tur und gesell­schaft­li­cher Aus­drucks­fä­hig­keit. 

Heil­päd­ago­gik ver­bin­det wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se mit einer kla­ren ethi­schen Ori­en­tie­rung: Jeder Mensch hat ein Recht auf Wür­de, Ent­wick­lung, kul­tu­rel­len Aus­druck und gesell­schaft­li­che Zuge­hö­rig­keit. 

Was möch­ten Sie den Stu­die­ren­den wei­ter­ge­ben?  

Mir ist wich­tig, Stu­die­ren­den fach­li­che Sicher­heit, refle­xi­ve Pro­fes­sio­na­li­tät und eine kla­re Hal­tung zu ver­mit­teln. Dazu gehö­ren Res­sour­cen­ori­en­tie­rung, Aner­ken­nung von Viel­falt sowie die Über­zeu­gung, dass jeder Mensch ein Recht auf Bil­dung, Aus­druck und kul­tu­rel­le Teil­ha­be hat. Mein Ansatz ver­bin­det wis­sen­schaft­li­che Fun­die­rung, Pra­xis­nä­he und Bezie­hung. Heil­päd­ago­gi­sches Han­deln ist für mich immer auch eine Fra­ge von Hal­tung, Ver­ant­wor­tung und gesell­schaft­li­cher Zuge­hö­rig­keit. 

Wor­auf freu­en Sie sich beson­ders in Ihrer Lehr­tä­tig­keit an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin? 

Ich freue mich beson­ders auf die Arbeit mit enga­gier­ten Stu­die­ren­den, die Heil­päd­ago­gik als gesell­schaft­lich rele­van­te und gestal­ten­de Pro­fes­si­on ver­ste­hen. Beson­ders wich­tig ist mir der Dia­log – gemein­sam zu reflek­tie­ren, Per­spek­ti­ven zu ent­wi­ckeln und pro­fes­sio­nel­le Hand­lungs­si­cher­heit auf­zu­bau­en. 

Zur Person

Prof. Dr. Mela­nie Knaup

Schwer­punk­te:

  • Inklu­si­on und Teil­ha­be, u.a. kul­tu­rel­le Teil­ha­be und kul­tu­rel­le Bil­dung 
  • Pro­fes­sio­na­li­sie­rung päd­ago­gi­scher Fach­kräf­te 
  • Ein­stel­lun­gen und Hal­tun­gen in inklu­si­ven Kon­tex­ten 
  • Sprach­ent­wick­lung und Sprach­för­de­rung 
  • per­so­nen­zen­trier­te Teil­ha­be­pla­nung  
  • pro­fes­sio­nel­le Hand­lungs­kom­pe­tenz in heil­päd­ago­gi­schen Arbeits­fel­dern 

Seit Janu­ar 2026 ist Mela­nie Knaup Pro­fes­so­rin für Heil­päd­ago­gik und inklu­si­ve Päd­ago­gik an der Hoch­schu­le für Sozia­le Arbeit und Päd­ago­gik (HSAP).  In Koope­ra­ti­on mit der HSAP lehrt sie in der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin im Bache­lor­stu­di­en­gang Heil­päd­ago­gik unter ande­rem in den Berei­chen Sprach­heil­päd­ago­gik, Spiel­päd­ago­gik und Teil­ha­be­pla­nung sowie in wei­te­ren heil­päd­ago­gi­schen Modu­len. Dar­über hin­aus unter­rich­tet sie im Koope­ra­ti­ons­stu­di­en­gang Sozia­le Arbeit im Modul „Teil­ha­be und Inklu­si­on“. In den dua­len Stu­di­en­gän­gen der HSAP lehrt sie im Stu­di­en­gang Kind­heits­päd­ago­gik im Bereich Sprach­ent­wick­lung und Sprach­för­de­rung. 

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Redak­ti­on: Julia Mann (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Foto: Mela­nie Knaup

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Pfle­ge­el­tern gesucht: Was sich in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe ändern muss! Inter­view mit Mas­ter­ab­sol­ven­tin Han­nah von der Mark.

Mai 2025 | Stu­di­um Sozi­al­ma­nage­ment

Pflegeeltern gesucht: Was sich in der Pflegekinderhilfe ändern muss

Interview zur Praxisforschung zum Thema Diversität im Rahmen des Masterstudiums Sozialmanagement 

Pfle­ge­fa­mi­li­en spie­geln kaum die Viel­falt unse­rer Gesell­schaft wider – das hat Han­nah von der Mark als Sozi­al­ar­bei­te­rin in Ber­lin selbst erlebt. Die Absol­ven­tin der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin stellt daher in ihrer Mas­ter­ar­beit die Fra­ge: Wie las­sen sich mehr Pfle­ge­el­tern of Colour gewin­nen? Wie kann Diver­si­ty Manage­ment in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe kon­kret umge­setzt wer­den?

Dazu befrag­te Sie Pfle­ge­kin­der, Pfle­ge­el­tern und Fach­kräf­ten der Pfle­ge­kin­der­hil­fe nach ihren Erfah­run­gen der mit den Insti­tu­tio­nen. Wir haben mit ihr über die Ergeb­nis­se ihrer Unter­su­chung und ihre Arbeit in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe gespro­chen. 

 

Frau von der Mark, wie ist Ihrer Ein­schät­zung nach die Pfle­ge­kin­der­hil­fe auf­ge­stellt, ins­be­son­de­re in Bezug auf das The­ma Diver­si­tät? 

Han­nah von der Mark: Die Pfle­ge­kin­der­hil­fe ist gesell­schaft­lich wie auch in der Sozia­len Arbeit ein Nischen­be­reich, mit dem sich nur sehr wenig befasst wird und der im öffent­li­chen Dis­kurs eher nega­tiv behaf­tet ist.  Zu weni­ge Men­schen sind über die Mög­lich­keit, ein Pfle­ge­kind auf­zu­neh­men und was dies in der Rea­li­tät bedeu­tet, infor­miert. Die Kin­der, für die eine Pfle­ge­fa­mi­lie gesucht wird, kom­men aus vie­len ver­schie­de­nen Fami­li­en und brin­gen ver­schie­de­ne eth­ni­sche Iden­ti­tä­ten mit. Auf der ande­ren Sei­te gibt es jedoch nur sehr weni­ge Pfle­ge­el­tern, die nicht weiß sind.  

Um auch BIPoC-Kin­dern ein Umfeld zu geben, in dem sie sich abglei­chen und wie­der­fin­den kön­nen, und ins­ge­samt dafür zu sor­gen, dass eine Viel­falt an Pfle­ge­el­tern zur Ver­fü­gung steht, ist es wich­tig, auch Com­mu­ni­ties of Color in Über­le­gun­gen zur Aus­wei­tung von Pfle­ge­el­tern­ak­qui­se mit ein­zu­be­zie­hen. Bis­her pas­siert dies kaum.  

 Zu weni­ge Men­schen sind über die Mög­lich­keit, ein Pfle­ge­kind auf­zu­neh­men und was dies in der Rea­li­tät bedeu­tet, infor­miert. 

Migran­ti­sche und geflüch­te­te Müt­ter, ins­be­son­de­re auch schwar­ze Frau­en, sind oft selbst von insti­tu­tio­nel­lem Ras­sis­mus – etwa sei­tens der Jugend­äm­ter – betrof­fen. (Anmer­kung der Redak­ti­on)*

Gut gelun­gen ist in der Ver­gan­gen­heit die Auf­klä­rung dar­über, dass auch gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re sowie ande­re Men­schen aus der LGBTQIA+-Community Pfle­ge­el­tern wer­den kön­nen. Es gibt vie­le gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re, die Pfle­ge­kin­der auf­ge­nom­men haben. Ich wür­de mir wün­schen, dass künf­tig zusätz­lich auch Com­mu­ni­ties of Color erreicht wer­den kön­nen.  

Ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis: Pfle­ge­kin­der müss­ten ihre Pfle­ge­fa­mi­lie bald wie­der ver­las­sen. Das stimmt nur sel­ten – die meis­ten blei­ben bis zur Voll­jäh­rig­keit. Die­ses Vor­ur­teil schreckt vie­le Inter­es­sier­te ab. In Ber­lin feh­len aktu­ell rund 700 Pfle­ge­fa­mi­li­en – eine alar­mie­ren­de Zahl.  

Was sind laut Ihrer Unter­su­chung die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen? Wel­che Maß­nah­men gibt es, um die Situa­ti­on zu ver­bes­sern?  

Han­nah von der Mark: Es ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Ver­än­de­rung not­wen­dig statt allein in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe. Der aktu­el­le poli­ti­sche Dis­kurs zum The­ma Migra­ti­on ist von so viel Ras­sis­mus und Hass geprägt – da ist es abso­lut ver­ständ­lich, dass Men­schen mit Migra­ti­ons­ge­schich­te allen deut­schen Ämtern mit Vor­sicht begeg­nen. Die Pfle­ge­kin­der­hil­fe als Insti­tu­ti­on, die eng mit dem Jugend­amt zusam­men­ar­bei­tet, ist hier­von selbst­ver­ständ­lich mit betrof­fen. Auch All­tags­ras­sis­mus und Mikro­ag­gres­sio­nen sind so weit ver­brei­tet, dass es eine nach­voll­zieh­ba­re Sor­ge ist, die­sen auch in Pro­zes­sen der Pfle­ge­kin­der­hil­fe zu begeg­nen. Sich dem nicht aus­set­zen zu wol­len, ist sehr ver­ständ­lich. Ich kann, basie­rend auf mei­nen Inter­views, auch nicht aus­schlie­ßen, dass es zu sol­chen Erfah­run­gen kommt.  

Eine Stär­kung der Fach­kräf­te sowohl der Pfle­ge­kin­der­hil­fe als auch des Jugend­am­tes hin­sicht­lich einer dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­blen Hal­tung stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar, die bei­spiels­wei­se mit­hil­fe von Fort­bil­dun­gen ange­gan­gen wer­den kann.  

Was muss sich ändern, um mehr BIPoC-Pfle­ge­el­tern zu gewin­nen? 

Han­nah von der Mark: Die Akqui­se fin­det zu wenig im öffent­li­chen Raum statt. In mei­nen Inter­views erhielt ich vor allem die Rück­mel­dung, dass es an Infor­ma­tio­nen fehlt.  

Mehr Infor­ma­tio­nen soll­ten bei­spiels­wei­se über Pla­ka­te oder Social Media ver­brei­tet wer­den. Letz­te­res beginnt lang­sam, jedoch fin­det auch hier Diver­si­ty bis­her nur bedingt Ein­zug. Für eine Pla­kat­kam­pa­gne feh­len aktu­ell – wie über­all in der Sozia­len Arbeit – die finan­zi­el­len Res­sour­cen. 

Wur­de das The­ma Diver­si­tät im Mas­ter­stu­di­en­gang Sozi­al­ma­nage­ment, den sie berufs­be­glei­tend stu­diert haben, auf­ge­grif­fen? Wie hat Ihnen das für Ihr The­ma wei­ter­ge­hol­fen? 

Han­nah von der Mark: Ja, es gab ein Modul zum The­ma Diver­si­ty-Manage­ment. Hier erhielt ich einen ers­ten Ein­blick in Diver­si­ty als Manage­ment­auf­ga­be und konn­te mei­nen Blick für die Her­aus­for­de­run­gen dies­be­züg­lich in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe schär­fen. Zudem konn­te ich die Exper­tin, die den Kurs doziert hat, als Erst­gut­ach­te­rin für mei­ne Mas­ter­ar­beit gewin­nen.  

Wie geht es jetzt für Sie und Ihren Bereich wei­ter? 

Han­nah von der Mark:  Die Anre­gun­gen und Ideen, die ich in der Mas­ter­ar­beit gesam­melt habe, möch­te ich nun umset­zen. Damit möch­te ich nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen in mei­nem Arbeits­be­reich errei­chen.  

Das heißt kon­kret: 

  • Com­mu­ni­ties of Color sowie der LGBTQIA+-Community sol­len in die aktu­ell statt­fin­den­de Social-Media-Kam­pa­gne auf­ge­nom­men wer­den.  
  • Fort­bil­dungs­pro­gram­men für Pfle­ge­fa­mi­li­en, die ein BIPoC-Kind auf­ge­nom­men haben, sol­len das The­ma ein­be­zie­hen 
  • Netz­wer­ke für die­se Pfle­ge­fa­mi­li­en sol­len auf­ge­baut wer­den, um die Kin­der in der Ent­wick­lung ihrer eth­ni­schen Iden­ti­tät zu stär­ken.  
  • Fort­bil­dungs­maß­nah­men für die Fach­kräf­te der Pfle­ge­kin­der­hil­fe wer­den geplant, um die Pfle­ge­kin­der­hil­fe so dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­bel wie mög­lich zu gestal­ten. 

 

Ziel ist es, dass alle Men­schen erreicht wer­den kön­nen und wir mög­lichst vie­le neue Pfle­ge­el­tern akqui­rie­ren kön­nen. Das wird zwar noch dau­ern, ich bin jedoch guter Din­ge, dass die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen auch durch­ge­führt wer­den.  

Vie­len Dank für das Inter­view und viel Erfolg!

 

Zur Per­son: Han­nah von der Mark (Foto unter dem Text) war als Sozi­al­ar­bei­te­rin in der Jugend­hil­fe tätig. Doch durch ihren Wunsch neben dem Beruf Sozi­al­ma­nage­ment zu stu­die­ren, such­te sie nach einer neu­en Stel­le, die mit fle­xi­ble­ren Arbeits­zei­ten ein berufs­be­glei­ten­des Stu­di­um ermög­li­chen könn­te. Auf die­sem Weg kam sie zu einer Stel­le in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe. In die­sem Inter­view gibt sie Ein­bli­cke in die Ergeb­nis­se ihrer umfang­rei­chen Unter­su­chung des The­mas Diver­si­tät in die­sem Bereich, die sie im Rah­men ihrer Abschluss­ar­beit an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin durch­führ­te. 

*Hin­weis der Redak­ti­on: Das Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­netz­werk Ber­lin (ADNB) bie­tet Bera­tung und Unter­stüt­zung für Men­schen, die ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung erfah­ren haben. Es setzt sich für die sozia­le, recht­li­che und poli­ti­sche Gleich­be­hand­lung ein und för­dert eine Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­kul­tur auf loka­ler Ebe­ne. Mehr Infos auf der Web­site von SEKIS Ber­lin.

Sie möch­ten mehr über Pfle­ge­el­tern­schaft in Ber­lin erfah­ren? Dann besu­chen Sie Pfle­ge­kin­der Ber­lin – das Infor­ma­ti­ons­por­tal für Pfle­ge­fa­mi­li­en auf www.pflegekinder-berlin.de.

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Redak­ti­on: Julia Mann (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Foto im Titel­bild: Pexels

Foto im Text: Han­nah von der Mark

Sozi­al­ma­nage­ment

(Mas­ter of Arts)

Berufs­be­glei­ten­der Stu­di­en­gang

Start: Okto­ber 2026

Soziale Arbeit

(Bachelor of Arts)

Berufsbegleitender Studiengang

Start: Okto­ber 2026

Ein­füh­rung ins Diver­si­ty Manage­ment

Semi­nar

30. Juni 2026

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