Maga­zin

Frau­en und Füh­rung – Wie kön­nen sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen Füh­rung diver­ser gestal­ten, Frau Dr. Böcker Gian­ni­ni?

Mai 2025 | Füh­rung

Frauen und Führung –  

Wie können soziale Organisationen Führung diverser gestalten, Frau Dr. Böcker-Giannini?

In kaum einer Bran­che arbei­ten so vie­le Frau­en wie in der Sozi­al­wirt­schaft – und doch sind Füh­rungs­po­si­tio­nen auch dort häu­fig männ­lich besetzt. Wor­an liegt das? Was kön­nen Orga­ni­sa­tio­nen tun, um Struk­tu­ren gerech­ter zu gestal­ten? Was kön­nen Frau­en selbst tun, wenn sie eine Füh­rungs­rol­le anstre­ben?

Dr. Nico­la Böcker-Gian­ni­ni kennt die­se Fra­gen aus lang­jäh­ri­ger Pra­xis­er­fah­rung. Die pro­mo­vier­te Phi­lo­so­phin und Diplom­sport­le­rin war selbst in ver­schie­de­nen lei­ten­den Funk­tio­nen tätig – unter ande­rem als Staats­se­kre­tä­rin für Sport im Land Ber­lin oder als Fach­be­ra­te­rin bei einem Ber­li­ner Kita­trä­ger. Heu­te berät sie als sys­te­mi­sche Busi­ness-Coach und Chan­ge-Mana­ge­rin Füh­rungs­kräf­te und Orga­ni­sa­tio­nen – und setzt sich seit vie­len Jah­ren für mehr Diver­si­tät in Füh­rung ein.

Wie sind Sie dazu gekommen, sich für das Thema Frauen in Führung zu engagieren? Gab es prägende Momente oder Erfahrungen in Ihrer Karriere, die Ihre Sicht auf dieses Thema verändert haben?

Dr. Nico­la Böcker-Gian­ni­ni: Mein Enga­ge­ment für mehr Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen ist das Ergeb­nis lang­jäh­ri­ger Erfah­run­gen – sowohl aus mei­nem poli­ti­schen Ehren­amt als auch aus mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit als Poli­ti­ke­rin, Dozen­tin und Exper­tin im Bereich der früh­kind­li­chen Bil­dung. In all die­sen Funk­tio­nen habe ich erlebt, dass Frau­en trotz hoher fach­li­cher Kom­pe­tenz über­se­hen oder unter­schätzt wur­den, wenn es um Füh­rungs­po­si­tio­nen ging. Die­se Dis­kre­panz zwi­schen Kom­pe­tenz und tat­säch­li­cher Reprä­sen­tanz hat mich moti­viert, an Ver­än­de­rung mit­zu­wir­ken. Denn Füh­rung darf kei­ne Fra­ge des Geschlechts sein – son­dern der Fähig­keit, ver­ant­wor­tungs­voll und mit Hal­tung zu gestal­ten.

In der Sozialwirtschaft ist der Frauenanteil insgesamt hoch. Dennoch sind Führungspositionen überwiegend männlich besetzt. Wie lässt sich dieses Missverhältnis erklären?

 

Die Sozi­al­wirt­schaft ist ein gutes Bei­spiel für eine struk­tu­rel­le Schief­la­ge: Frau­en tra­gen einen Groß­teil der inhalt­li­chen und prak­ti­schen Arbeit, doch je höher die Posi­ti­on in der Hier­ar­chie, des­to gerin­ger wird ihr Anteil. Das hat viel mit tra­dier­ten Rol­len­bil­dern, Netz­wer­ken und unbe­wuss­ten Vor­an­nah­men zu tun – und mit Struk­tu­ren, die nicht dar­auf aus­ge­rich­tet sind, Diver­si­tät zu för­dern. Es fehlt oft an geziel­ter Stra­te­gie, trans­pa­ren­ter Kar­rie­re­pla­nung und einer Füh­rungs­kul­tur, die die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf und Teil­ha­be ernst nimmt.

In Wahr­heit geht es um struk­tu­rel­le Ver­än­de­rung: um fai­re Zugän­ge, trans­pa­ren­te Ent­schei­dungs­pro­zes­se und eine Unter­neh­mens­kul­tur, die Diver­si­tät in Füh­rung nicht nur dul­det, son­dern aktiv ermög­licht.

 

Was läuft in der Debatte um Frauen in Führungspositionen falsch? Wo gibt es besonders hartnäckige Missverständnisse?

 

Ein ver­brei­te­tes Miss­ver­ständ­nis ist die Idee, es gin­ge dabei nur um „Frau­en­för­de­rung“ im Sin­ne indi­vi­du­el­ler Unter­stüt­zung. In Wahr­heit geht es um struk­tu­rel­le Ver­än­de­rung: um fai­re Zugän­ge, trans­pa­ren­te Ent­schei­dungs­pro­zes­se und eine Unter­neh­mens­kul­tur, die Diver­si­tät in Füh­rung nicht nur dul­det, son­dern aktiv ermög­licht. Auch die Vor­stel­lung, dass Frau­en sel­te­ner füh­ren wol­len, ist ein hart­nä­cki­ger Mythos – oft sind es viel­mehr die Rah­men­beding­ungen, die abschre­cken. Das Ziel ist des­halb, Rah­men­beding­ungen so zu gestal­ten, dass Füh­rung für alle selbst­ver­ständ­lich erreich­bar wird.

Was können soziale Organisationen tun, um Frauen nachhaltig in Führungspositionen zu bringen – und worin unterscheiden sie sich dabei von anderen Branchen? 

 

Sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen brin­gen eine gro­ße Chan­ce mit, denn sie ver­ste­hen sich häu­fig als wer­te­ge­lei­tet, als Orte von Teil­ha­be und Gerech­tig­keit. Die­se Wer­te müs­sen sich auch in den inter­nen Struk­tu­ren wider­spie­geln. Dafür braucht es geziel­te Maß­nah­men wie bei­spiels­wei­se Men­to­ring-Pro­gram­me, trans­pa­ren­te Beför­de­rungs­ver­fah­ren, fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­del­le und eine Über­prü­fung der eige­nen Füh­rungs­leit­bil­der. Im Ver­gleich zur Pri­vat­wirt­schaft haben sozia­le Trä­ger oft fla­che­re Hier­ar­chien und ein ande­res Selbst­ver­ständ­nis. Auch das ist eine Chan­ce für neue For­men der Füh­rungs­kul­tur.

Was können Frauen selbst tun, wenn sie eine Führungsposition anstreben?  

 

Sich ver­net­zen, sich sicht­bar machen und mutig blei­ben – und dabei die eige­ne Hal­tung zur Füh­rung reflek­tie­ren. Vie­le Frau­en haben inter­na­li­sier­te Zwei­fel oder den Anspruch, „per­fekt vor­be­rei­tet“ zu sein, bevor sie den nächs­ten Schritt gehen. Dabei darf Füh­rung als Pro­zess ver­stan­den wer­den: Man wächst hin­ein. Es hilft, Vor­bil­der zu suchen, sich wei­ter­zu­bil­den und den Aus­tausch mit ande­ren Frau­en zu suchen, die ähn­li­che Wege gehen. Und nicht zuletzt soll­ten Frau­en ihren eige­nen Füh­rungs­stil selbst­be­wusst defi­nie­ren und ver­tre­ten.

Für sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen, die oft mit sehr hete­ro­ge­nen Ziel­grup­pen arbei­ten, ist das ein gro­ßer Vor­teil.

Wie pro­fi­tie­ren sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen von mehr Diver­si­tät in Füh­rungs­po­si­tio­nen?

Füh­rungs­teams, die divers zusam­men­ge­setzt sind, tref­fen nach­weis­lich bes­se­re Ent­schei­dun­gen. Sie brin­gen unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven ein, för­dern Inno­va­ti­on und spie­geln die Viel­falt der Gesell­schaft bes­ser wider. Für sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen, die oft mit sehr hete­ro­ge­nen Ziel­grup­pen arbei­ten, ist das ein gro­ßer Vor­teil. Zudem machen diver­se Füh­rungs­teams Arbeitgeber:innen deut­lich attrak­ti­ver – beson­ders für jün­ge­re Gene­ra­tio­nen, die Gleich­be­rech­ti­gung nicht nur for­dern, son­dern vor­aus­set­zen.

Wie sähe Füh­rungs­kul­tur in zehn Jah­ren aus, wenn Sie den Ver­lauf bestim­men könn­ten?

Füh­rung wäre kein exklu­si­ver Sta­tus mehr, son­dern geteil­te Ver­ant­wor­tung. Es gäbe flui­de Rol­len, fla­che Hier­ar­chien und eine Kul­tur, die Ver­trau­en, Lern­be­reit­schaft und Dia­log in den Mit­tel­punkt stellt. Diver­si­tät in Füh­rung wäre kei­ne Debat­te mehr, son­dern geleb­ter All­tag. Orga­ni­sa­tio­nen wür­den ihre Struk­tu­ren so gestal­ten, dass alle Men­schen ihre Poten­zia­le ent­fal­ten kön­nen – unab­hän­gig von Geschlecht, Her­kunft oder Lebens­mo­dell. Kurz gesagt: Gute Füh­rung in diver­sen Teams wäre nicht nur mach­bar für alle – son­dern geleb­te Rea­li­tät.

Vie­len Dank für das Inter­view, Frau Dr. Böcker-Gian­ni­ni! 

 

Sie möch­ten mehr dar­über erfah­ren, wie Sie Ihre Orga­ni­sa­ti­on so struk­tu­rie­ren, dass Geschlech­ter­di­ver­si­tät in Füh­rungs­po­si­tio­nen selbst­ver­ständ­lich wird? Oder Sie stre­ben als Frau selbst eine Füh­rungs­po­si­ti­on an? Mel­den Sie sich hier zum Semi­nar Von der Quo­te zur Selbst­ver­ständ­lich­keit – Frau­en und Füh­rung an. 

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Redak­ti­on: Lucas Frye (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Foto im Titel­bild: Dr. Nico­la Böcker-Gian­ni­ni (Foto: Susie Knoll) 

Von der Quo­te zur Selbst­ver­ständ­lich­keit – Frau­en und Füh­rung

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Pfle­ge­fa­mi­li­en spie­geln kaum die Viel­falt unse­rer Gesell­schaft wider – das hat Han­nah von der Mark als Sozi­al­ar­bei­te­rin in Ber­lin selbst erlebt. Die Absol­ven­tin der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin stellt daher in ihrer Mas­ter­ar­beit die Fra­ge: Wie las­sen sich mehr Pfle­ge­el­tern of Colour gewin­nen? Wie kann Diver­si­ty Manage­ment in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe kon­kret umge­setzt wer­den?

Dazu befrag­te Sie Pfle­ge­kin­der, Pfle­ge­el­tern und Fach­kräf­ten der Pfle­ge­kin­der­hil­fe nach ihren Erfah­run­gen der mit den Insti­tu­tio­nen. Wir haben mit ihr über die Ergeb­nis­se ihrer Unter­su­chung und ihre Arbeit in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe gespro­chen. 

 

Frau von der Mark, wie ist Ihrer Ein­schät­zung nach die Pfle­ge­kin­der­hil­fe auf­ge­stellt, ins­be­son­de­re in Bezug auf das The­ma Diver­si­tät? 

Han­nah von der Mark: Die Pfle­ge­kin­der­hil­fe ist gesell­schaft­lich wie auch in der Sozia­len Arbeit ein Nischen­be­reich, mit dem sich nur sehr wenig befasst wird und der im öffent­li­chen Dis­kurs eher nega­tiv behaf­tet ist.  Zu weni­ge Men­schen sind über die Mög­lich­keit, ein Pfle­ge­kind auf­zu­neh­men und was dies in der Rea­li­tät bedeu­tet, infor­miert. Die Kin­der, für die eine Pfle­ge­fa­mi­lie gesucht wird, kom­men aus vie­len ver­schie­de­nen Fami­li­en und brin­gen ver­schie­de­ne eth­ni­sche Iden­ti­tä­ten mit. Auf der ande­ren Sei­te gibt es jedoch nur sehr weni­ge Pfle­ge­el­tern, die nicht weiß sind.  

Um auch BIPoC-Kin­dern ein Umfeld zu geben, in dem sie sich abglei­chen und wie­der­fin­den kön­nen, und ins­ge­samt dafür zu sor­gen, dass eine Viel­falt an Pfle­ge­el­tern zur Ver­fü­gung steht, ist es wich­tig, auch Com­mu­ni­ties of Color in Über­le­gun­gen zur Aus­wei­tung von Pfle­ge­el­tern­ak­qui­se mit ein­zu­be­zie­hen. Bis­her pas­siert dies kaum.  

 Zu weni­ge Men­schen sind über die Mög­lich­keit, ein Pfle­ge­kind auf­zu­neh­men und was dies in der Rea­li­tät bedeu­tet, infor­miert. 

Migran­ti­sche und geflüch­te­te Müt­ter, ins­be­son­de­re auch schwar­ze Frau­en, sind oft selbst von insti­tu­tio­nel­lem Ras­sis­mus – etwa sei­tens der Jugend­äm­ter – betrof­fen. (Anmer­kung der Redak­ti­on)*

Gut gelun­gen ist in der Ver­gan­gen­heit die Auf­klä­rung dar­über, dass auch gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re sowie ande­re Men­schen aus der LGBTQIA+-Community Pfle­ge­el­tern wer­den kön­nen. Es gibt vie­le gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re, die Pfle­ge­kin­der auf­ge­nom­men haben. Ich wür­de mir wün­schen, dass künf­tig zusätz­lich auch Com­mu­ni­ties of Color erreicht wer­den kön­nen.  

Ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis: Pfle­ge­kin­der müss­ten ihre Pfle­ge­fa­mi­lie bald wie­der ver­las­sen. Das stimmt nur sel­ten – die meis­ten blei­ben bis zur Voll­jäh­rig­keit. Die­ses Vor­ur­teil schreckt vie­le Inter­es­sier­te ab. In Ber­lin feh­len aktu­ell rund 700 Pfle­ge­fa­mi­li­en – eine alar­mie­ren­de Zahl.  

Was sind laut Ihrer Unter­su­chung die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen? Wel­che Maß­nah­men gibt es, um die Situa­ti­on zu ver­bes­sern?  

Han­nah von der Mark: Es ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Ver­än­de­rung not­wen­dig statt allein in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe. Der aktu­el­le poli­ti­sche Dis­kurs zum The­ma Migra­ti­on ist von so viel Ras­sis­mus und Hass geprägt – da ist es abso­lut ver­ständ­lich, dass Men­schen mit Migra­ti­ons­ge­schich­te allen deut­schen Ämtern mit Vor­sicht begeg­nen. Die Pfle­ge­kin­der­hil­fe als Insti­tu­ti­on, die eng mit dem Jugend­amt zusam­men­ar­bei­tet, ist hier­von selbst­ver­ständ­lich mit betrof­fen. Auch All­tags­ras­sis­mus und Mikro­ag­gres­sio­nen sind so weit ver­brei­tet, dass es eine nach­voll­zieh­ba­re Sor­ge ist, die­sen auch in Pro­zes­sen der Pfle­ge­kin­der­hil­fe zu begeg­nen. Sich dem nicht aus­set­zen zu wol­len, ist sehr ver­ständ­lich. Ich kann, basie­rend auf mei­nen Inter­views, auch nicht aus­schlie­ßen, dass es zu sol­chen Erfah­run­gen kommt.  

Eine Stär­kung der Fach­kräf­te sowohl der Pfle­ge­kin­der­hil­fe als auch des Jugend­am­tes hin­sicht­lich einer dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­blen Hal­tung stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar, die bei­spiels­wei­se mit­hil­fe von Fort­bil­dun­gen ange­gan­gen wer­den kann.  

Was muss sich ändern, um mehr BIPoC-Pfle­ge­el­tern zu gewin­nen? 

Han­nah von der Mark: Die Akqui­se fin­det zu wenig im öffent­li­chen Raum statt. In mei­nen Inter­views erhielt ich vor allem die Rück­mel­dung, dass es an Infor­ma­tio­nen fehlt.  

Mehr Infor­ma­tio­nen soll­ten bei­spiels­wei­se über Pla­ka­te oder Social Media ver­brei­tet wer­den. Letz­te­res beginnt lang­sam, jedoch fin­det auch hier Diver­si­ty bis­her nur bedingt Ein­zug. Für eine Pla­kat­kam­pa­gne feh­len aktu­ell – wie über­all in der Sozia­len Arbeit – die finan­zi­el­len Res­sour­cen. 

Wur­de das The­ma Diver­si­tät im Mas­ter­stu­di­en­gang Sozi­al­ma­nage­ment, den sie berufs­be­glei­tend stu­diert haben, auf­ge­grif­fen? Wie hat Ihnen das für Ihr The­ma wei­ter­ge­hol­fen? 

Han­nah von der Mark: Ja, es gab ein Modul zum The­ma Diver­si­ty-Manage­ment. Hier erhielt ich einen ers­ten Ein­blick in Diver­si­ty als Manage­ment­auf­ga­be und konn­te mei­nen Blick für die Her­aus­for­de­run­gen dies­be­züg­lich in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe schär­fen. Zudem konn­te ich die Exper­tin, die den Kurs doziert hat, als Erst­gut­ach­te­rin für mei­ne Mas­ter­ar­beit gewin­nen.  

Wie geht es jetzt für Sie und Ihren Bereich wei­ter? 

Han­nah von der Mark:  Die Anre­gun­gen und Ideen, die ich in der Mas­ter­ar­beit gesam­melt habe, möch­te ich nun umset­zen. Damit möch­te ich nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen in mei­nem Arbeits­be­reich errei­chen.  

Das heißt kon­kret: 

  • Com­mu­ni­ties of Color sowie der LGBTQIA+-Community sol­len in die aktu­ell statt­fin­den­de Social-Media-Kam­pa­gne auf­ge­nom­men wer­den.  
  • Fort­bil­dungs­pro­gram­men für Pfle­ge­fa­mi­li­en, die ein BIPoC-Kind auf­ge­nom­men haben, sol­len das The­ma ein­be­zie­hen 
  • Netz­wer­ke für die­se Pfle­ge­fa­mi­li­en sol­len auf­ge­baut wer­den, um die Kin­der in der Ent­wick­lung ihrer eth­ni­schen Iden­ti­tät zu stär­ken.  
  • Fort­bil­dungs­maß­nah­men für die Fach­kräf­te der Pfle­ge­kin­der­hil­fe wer­den geplant, um die Pfle­ge­kin­der­hil­fe so dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­bel wie mög­lich zu gestal­ten. 

 

Ziel ist es, dass alle Men­schen erreicht wer­den kön­nen und wir mög­lichst vie­le neue Pfle­ge­el­tern akqui­rie­ren kön­nen. Das wird zwar noch dau­ern, ich bin jedoch guter Din­ge, dass die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen auch durch­ge­führt wer­den.  

Vie­len Dank für das Inter­view und viel Erfolg!

 

Zur Per­son: Han­nah von der Mark (Foto unter dem Text) war als Sozi­al­ar­bei­te­rin in der Jugend­hil­fe tätig. Doch durch ihren Wunsch neben dem Beruf Sozi­al­ma­nage­ment zu stu­die­ren, such­te sie nach einer neu­en Stel­le, die mit fle­xi­ble­ren Arbeits­zei­ten ein berufs­be­glei­ten­des Stu­di­um ermög­li­chen könn­te. Auf die­sem Weg kam sie zu einer Stel­le in der Pfle­ge­kin­der­hil­fe. In die­sem Inter­view gibt sie Ein­bli­cke in die Ergeb­nis­se ihrer umfang­rei­chen Unter­su­chung des The­mas Diver­si­tät in die­sem Bereich, die sie im Rah­men ihrer Abschluss­ar­beit an der Pari­tä­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin durch­führ­te. 

*Hin­weis der Redak­ti­on: Das Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­netz­werk Ber­lin (ADNB) bie­tet Bera­tung und Unter­stüt­zung für Men­schen, die ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung erfah­ren haben. Es setzt sich für die sozia­le, recht­li­che und poli­ti­sche Gleich­be­hand­lung ein und för­dert eine Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­kul­tur auf loka­ler Ebe­ne. Mehr Infos auf der Web­site von SEKIS Ber­lin.

Sie möch­ten mehr über Pfle­ge­el­tern­schaft in Ber­lin erfah­ren? Dann besu­chen Sie Pfle­ge­kin­der Ber­lin – das Infor­ma­ti­ons­por­tal für Pfle­ge­fa­mi­li­en auf www.pflegekinder-berlin.de.

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Redak­ti­on: Julia Mann (Pari­tä­ti­sche Aka­de­mie Ber­lin)

Foto im Titel­bild: Pexels

Foto im Text: Han­nah von der Mark

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